Gemeinde mit mir – Presbyteriumswahl 2020

Anfang März 2020 wird unser Presbyterium neu gewählt. Wir informieren demnächst über die Arbeit der Presbyterinnen und Presbyter anhand von Texten, Bildern und Filmen hier.

Schauen Sie gerne rein!

 

Das Presbyterium in unserer Gemeinde

 „Presbyterium“ – schlägt man im theologischen Fach- und Fremdwörterbuch nach, findet man als Erklärung „Kollegium der Presbyter“. „Presbyter“ wiederum kommt aus dem Grie­chischen und bedeutet „Ältester“. Also, das Presbyterium ist so etwas wie der Ältestenrat der Gemeinde. In früheren Zeiten war dies sicherlich auch so. Heutzutage hat sich das aber verändert. Hier in der evangelischen Kirchengemeinde Lintfort sind wir bunt gemischt, sowohl vom Alter, wie auch von der beruflichen Erfahrung.

Unserem Presbyterium gehören neben der Pfarrerin und den Pfarrern 12 Gemeinde­mitglieder und drei MitarbeiterpresbyterInnen an. Die Leitung hat zur Zeit Lutz Zemke. Die gewählten Presbyterinnen und Presbyter leiten zusammen mit dem Pfarrteam die Ge­meinde. Es ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe.

Zu den Aufgaben gehören neben theologischen und organisatorischen Entscheidungen, auch Entscheidungen über Finanzen und Personal, die wohl überlegt sein müssen.

Das Presbyterium trifft sich einmal im Monat zu einer Sitzung, die ca. drei Stunden dauert. Sie liegt in den Abendstunden, damit auch Berufstätige daran teilnehmen können. Darüber hinaus sind fast alle noch in Ausschüssen, Arbeitskreisen und/ oder auf städtischer Ebene vertreten. Wer in welchem Ausschuss mitmacht, hängt vom jeweiligen Presbyter ab. Da spielen die eigenen Interessen und Stärken eine Rolle.

Einmal im Jahr fahren wir auf eine sogenannte Presbyteriumsrüstzeit, das ist ein Arbeits­wochenende, an dem wir intensiv Themen, die wir vorher festgelegt haben, bearbeiten. Das gesellige Zusammensein am späten Abend gehört dann natürlich auch dazu.

Als Fazit kann man sagen, dass die Arbeit im Presbyterium vielfältig und verantwortungs­voll ist, und dass alle mit Herzblut dabei sind.

Birgit Kames

 

 

 

Ausschüsse in unserer Gemeinde

Keine Angst – an dieser Stelle werde ich nicht alle Ausschüsse aufzählen. Sicherlich würde ich dabei sogar den einen oder anderen vergessen. Abgesehen davon wäre es, wenn man es liest, langweilig.

Die Arbeit in den Ausschüssen ist jedoch das genaue Gegenteil. Sie ist interessant und abwechslungsreich, manchmal allerdings auch anstrengend.

Nehmen wir zum Beispiel den Bau- und Finanzausschuss. Er kümmert sich um alle Gebäude, die die Kirchengemeinde in ihrem Besitz hat. Dazu gehört u. a. Angebote einzuholen, wenn es um Reparaturen geht, die Instandsetzung zu überwachen und natürlich die Rechnung zu überprüfen. Jeder Hausbesitzer kennt ja solche Aufgaben.

Und was die Finanzen angeht, wird jeder Mensch, der einen eigenen Haushalt hat, wissen wovon ich rede. Man muss genau gucken, was wichtig in einem Haushalt ist, wofür man Geld ausgeben muss und wo man sparen kann. Genau das macht auch der Finanzausschuss. Er überwacht die Finanzen und den Haushalt der Gemeinde.

Ein anderes Beispiel ist der Jugendausschuss. In ihm wird zur Zeit überlegt, wie sich die Konfirmandenarbeit weiter entwickeln kann. Auf die veränderten Lebenswelten der Jugendlichen mit Schule am Nachmittag und anderen Prioritäten im Leben sollte und muss sich Kirche einlassen, und dabei gleichzeitig christliche Werte vermitteln.

Ich könnte noch stundenlang über die verschiedenen Ausschüsse berichten. Denn ich finde diese Arbeit sehr wichtig. In den Ausschüssen findet man die Zeit, alles in Ruhe zu besprechen und entsprechende Beschlüsse für die Presbyteriumssitzung vorzubereiten und so zu einem guten Gelingen bei der Entscheidungsfindung beizutragen.

Birgit Kames

 

 

Gemeindebrief 1/2019 – Interview mit Gunter Reichwein

Gunter Reichwein, im Jahre 2014? nachgerückt in das Presbyterium. Seine Schwerpunkte sind die Kulturarbeit und der Bau- und Finanzausschuss. Als stellver- tretender Kirchmeister arbeitet er eng u.a. mit dem Vorsitzenden des Presbyteriums zusammen. Und er vertritt die Kirchengemeinde im Aufsichtsrat des Friederike-Fliedner-Heims

Aus welcher Motivation heraus haben Sie sich damals für das Presbyterium aufstellen lassen?

Die Stellung der Kirche zu den Fragen unserer Gesellschaft habe ich immer Blick behalten, auch wenn ich nicht regelmäßig zum Gottesdienst gegangen bin. In meiner Berufstätigkeit war mir die christliche Ethik Richtschnur für meine Entscheidungen. Und als ich für die Zeit meines Ruhestandes eine sinnvolle Aufgabe gesucht habe, habe ich sie in der Gemeinde vor Ort gefunden.

Was gefällt Ihnen gut an der Arbeit im Presbyterium?

Durch die Mitarbeit in den Aufsichtsräten der Pflegeheime habe ich einen besonde- ren Einblick in unsere Gesellschaft bekommen. Wir nehmen als Kirche hier eine au- ßerordentlich wichtige Funktion wahr!

Als Hobbymusiker freut es mich, dass ich beim AKKU (Arbeitskreis Kirche und Kul- tur) interessante und gute Kulturveranstaltungen mitorganisieren und durchführen kann.

Was fällt Ihnen manchmal schwer?

Mit 20 Menschen im Presbyterium eine einmütige Entscheidung hinzubekommen, bedeutet oft längere Diskussionen. Aber das lohnt sich, weil wir die Entscheidungen dann zusammen tragen.

Welches Talent oder welche Fähigkeit ist aus Ihrer Sicht wichtig für die Mitarbeit im Presbyterium?

Ich bin Naturwissenschaftler von Beruf her. Komplexe Sachverhalte oder Fragen kann ich einfach zusammenfassen und Excel-Tabellen sind keine Fremdwörter für mich. Beides kann ich gut einsetzen bei meinen Aufgaben im Presbyterium.

Welche Projekte wollen Sie in den kommenden zwei bis vier Jahren im Presbyterium angehen?

Auf der Landesgartenschau 2020 möchte ich im interreligiösen Garten EDEN unsere Kirchengemeinde mit vielfältigen kulturellen Aktionen unterstützen.

Was heißt gute Pflege? Das möchte ich im Aufsichtrat des FFH weiterentwickeln. Und schließlich müssen wir uns ganz praktisch um die Liegenschaften der Gemeinde kümmern. Jeder, der ein eigenes Haus besitzt, weiß um was es dabei geht!