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Vor 83 Jahren brannten in Deutschland die Synagogen.

Ein damals abzusehender nächster Schritt in Richtung „Endlösung der Judenfrage“.

Und heute, 83 Jahre danach…?

Der Epilog von Brechts Theaterstück „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ lautet:

„Ihr aber lernet, wie man sieht, statt stiert und handelt, statt zu reden noch und noch. So was hätt einmal die Welt regiert! Die Völker wurden seiner Herr, jedoch das keiner uns zu früh da triumphiert:

Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“

 Wir sind nicht frei von Ressentiments gegenüber den „Fremden“ und stürzen uns zu gerne auf obskure Verschwörungstheorien, als dass wir uns erinnern, wohin derartiges Denken führen kann.

Ohne Erinnerung werden wir geschichtslos und damit perspektivlos und damit anfällig für die modernen „Rattenfänger“, die uns glauben machen wollen, dass ihre Weltsicht das Heil bringt.

Dazu dient dieser Gedenktag – dazu dient all unser Gedenken an die schrecklichen Gräueltaten der Nazi damals und an die Gräueltaten des NSU oder anderer faschistischer Attentäter in unserer Zeit.

Wir gedenken der Opfer von damals und der Opfer von Faschismus heute.

Ein Überlebender von Auschwitz hat einmal den jungen Leuten vor Ort gesagt:

 

„Ihr tragt keine Schuld an den Taten der Nazis, aber ihr tragt eine Verantwortung mit euch, dass so etwas nie wieder geschehen darf.“

 

Lutz Zemke